Quantum-Tech-Digest: ARPA-E startet 37-Millionen-Dollar-Programm für Quantenchemie, Quandela liefert Vietnams ersten Quantencomputer

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

Illustrative KI-generierte Grafik
Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

ARPA-E-Programm für Quantenchemie mit 37 Millionen Dollar ist angelaufen

Die Advanced Research Projects Agency–Energy (ARPA-E), Teil des US-Energieministeriums (DOE), hat ihr dreijähriges Programm Quantum Computing for Computational Chemistry (QC3) gestartet, ausgestattet mit 37 Millionen Dollar. Die Teams müssen eine energierelevante Anwendung wählen, gegenüber klassischen Methoden eine skalierbare Verbesserung um den Faktor 100 anstreben und dies bei rund 100 logischen Qubits validieren. QuEra gibt an, dass seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei drei der neun Teams als Co-Principal-Investigators beteiligt sind und Zugang zu Neutral-Atom-Hardware sowie Co-Design-Expertise beisteuern. Zu den genannten Projekten gehören eine Supraleiter-Suche unter Leitung des Lawrence Berkeley National Laboratory, ein Magnet-Entdeckungsprojekt des Lawrence Livermore National Laboratory und ein Projekt zur Wasserstoff-Elektrolyse unter Leitung von Phasecraft gemeinsam mit Johnson Matthey und der Harvard University.

Quelle: QuEra-Pressemitteilung

Quandela liefert Vietnams ersten Quantencomputer

Vietnam erhält seinen ersten Quantencomputer: ein photonisches MosaiQ-System des französischen Unternehmens Quandela, das an der Quang Trung University in Quy Nhơn installiert wird und von der Nam A Bank finanziell unterstützt wird. Die Vereinbarung wurde am 21. Oktober in Ho-Chi-Minh-Stadt bekanntgegeben. Neben der Hardware umfasst das Paket Schulungen für Lehrende, neue Quanten-Curricula, eine Software-Suite, ein Quantum Experience Center und ein Residency-Programm für Quantum-Innovatoren.

Quelle: Quandela Newsroom

Südkorea baut Testumgebungen für Quantenkommunikation auf drei Hubs aus

Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT (MSIT) errichtet drei Testhubs für Quantenkommunikation – kommerziell, Übersee und Zukunft –, die bis 2028 fertig sein sollen. KT leitet den kommerziellen und den Zukunfts-Hub und will sein Testnetz Seoul–Pangyo–Daejeon noch dieses Jahr nach Daegu erweitern. SK Broadband leitet den Übersee-Hub, der Testbeds in Singapur, Polen und Bulgarien anbinden soll – mit Quantum Key Distribution (QKD, Quantenschlüsselverteilung) für kürzere Strecken und Post-Quantum Cryptography (PQC, Post-Quanten-Kryptografie) für Langstreckenverbindungen. Das Projekt umfasst insgesamt 7,4 Milliarden Won, etwa je zur Hälfte staatlich und privat finanziert; Berichte weichen jedoch darin ab, ob sich das auf dieses Jahr oder den gesamten Zeitraum 2026–2028 bezieht.

Quelle: Seoul Economic Daily

SEEQC meldet rund 50 % bessere Dekodierung mit NVIDIA-Pre-Decoder

SEEQC berichtet von rund 50 % besserer Dekodier-Latenz und logischer Fehlerrate, nachdem der chipbasierte Pre-Decoder des Unternehmens mit dem Ising-Pre-Decoder von NVIDIA kombiniert wurde – verbunden über SEEQCs Digital Link und NVIDIAs NVQLink. Der Pre-Decoder arbeitet nahe an den Qubits und reduziert die Datenmenge, die an klassische Systeme gesendet wird. Die Ergebnisse stammen von einem simulierten Quantenprozessor mit realistischen Latenzannahmen, nicht von realer Hardware; als nächster Schritt ist die Chip-zu-Chip-Integration in einer High-Performance-Computing-Umgebung (HPC) geplant.

Quelle: Yahoo Finance

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.