Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen — eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

Quantinuum sichert sich 100-Millionen-Dollar-CHIPS-Förderung für Ionenfallen-Fertigung
Quantinuum hat eine Forschungsförderung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar vom U.S. Department of Commerce (US-Handelsministerium) fest zugesagt bekommen, finanziert über den CHIPS and Science Act, um die heimische Fertigung von Trapped-Ion-Quantencomputern (Ionenfallen-Quantencomputer) voranzutreiben. Quantinuum arbeitet dabei mit GlobalFoundries zusammen, um die nächste Generation von Ionenfallen und Steuerelektronik auf 300-mm-Wafer-Linien zu fertigen, sowie mit Monarch Quantum für die benötigten Laser und optischen Komponenten. Das Handelsministerium hat sein CHIPS-R&D-Programm so aufgestellt, dass mehrere konkurrierende Hardware-Ansätze parallel gefördert werden: PsiQuantum erhielt eine Förderung für Photonik, Infleqtion für Neutralatome, sowie D-Wave und Rigetti für supraleitende Systeme — Quantinuum ist damit das einzige Unternehmen mit Ionenfallen-Ansatz in der Kohorte.
Quelle: Quantinuum
Chalmers-Forscher machen Quantenoperationen über 1.000-mal schneller
Physiker der Chalmers University of Technology in Schweden haben gezeigt, dass sich eine breite Palette von Operationen auf bosonischen Quantencodes — die Information in Mikrowellenfeldern innerhalb supraleitender Schaltkreise speichern — innerhalb eines einzigen Floquet-Steuerzyklus (Floquet driving cycle) ausführen lassen, statt der bislang nötigen tausenden Zyklen. Die Methode basiert auf sogenannten „Quantum Lattice Gates“ (Quantengitter-Gates), einem kürzlich vorgeschlagenen universellen Gate-Satz, und funktioniert auf bestehender supraleitender Hardware, ohne eine neue Plattform zu erfordern. Da längere Operationen ein höheres Fehlerrisiko bergen, könnte diese drastische Verkürzung der Zyklenzahl die Fehlerraten künftiger fehlertoleranter Maschinen spürbar senken; das Ergebnis ist theoretisch und peer-reviewed, Hardware-Demonstrationen stehen noch aus.
Quelle: Chalmers University of Technology
Quantum Computing Inc. schließt Drei-Jahres-Kooperation mit Katars HBKU
Quantum Computing Inc. (QCi) hat eine dreijährige Rahmenvereinbarung mit der Hamad Bin Khalifa University (HBKU) in Katar unterzeichnet, die gemeinsame Forschung, Weiterbildungsprogramme und Anwendungsentwicklung in den Bereichen Quantencomputing, Quantensensorik und Quantenkommunikation umfasst. Im Rahmen der Vereinbarung erhält die HBKU Cloud-Zugang zu QCis Dirac-3-Plattform für Entropie-Quantencomputing (entropy quantum computing) sowie eine physische Installation vor Ort in Katar — ein weiterer Baustein beim Aufbau der katarischen Quantenforschung über das Qatar Center for Quantum Computing.
Quelle: PR Newswire (Quantum Computing Inc.)
ParityQC bringt Parity Twine Optimizer in IBMs Qiskit Functions Catalog
Das österreichische Compiler-Unternehmen ParityQC hat seine Parity-Twine-Kompiliertechnologie zu einem kommerziellen Produkt weiterentwickelt, dem Parity Twine Optimizer, der Mitgliedern des IBM Quantum Network jetzt über den Qiskit Functions Catalog mit einer 30-tägigen kostenlosen Testphase zur Verfügung steht. Indem Optimierungsprobleme direkt auf die Hardware abgebildet und Routing-SWAP-Netzwerke umgangen werden, reduziert das Tool die Anzahl der Zwei-Qubit-Gates und die Schaltkreistiefe (circuit depth) — dadurch können größere und dichter vernetzte Problemgraphen auf Chips mit festem Layout laufen. Die Lösung ist hardwareunabhängig und unterstützt bereits sowohl IBMs Heavy-Hex-Topologie „Heron“ als auch das quadratische Gitterlayout des neueren „Nighthawk“-Prozessors.
Quelle: ParityQC
Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

