Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

IonQ preist Kapitalerhöhung über 2 Milliarden Dollar
IonQ hat die Preisfestsetzung einer Eigenkapitalplatzierung (Equity Offering) über 2,0 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Käufer ist ein von Heights Capital Management verwalteter Fonds, der die Papiere vom Konsortialführer J.P. Morgan erwirbt. Das Paket umfasst 20,5 Millionen Stammaktien und 29,5 Millionen Pre-funded Warrants, jeweils zu 40,00 Dollar je Aktie (rund 15 % Aufschlag auf den Schlusskurs vom 13. Oktober), dazu siebenjährige Warrants auf weitere 100 Millionen Aktien mit einem Ausübungspreis von 69,46 Dollar.
Quelle: IonQ Investor Relations
Oxford-Team hält Verschränkung gemischter Ionenarten über Photonen-Link aufrecht
Forschende der University of Oxford und von Oxford Ionics haben zwei, drei und vier Materie-Qubits über eine photonische Verbindung zwischen zwei Modulen verschränkt – mit Strontium-88-Ionen als Netzwerkschnittstelle und Calcium-43-Ionen als Speicher. Die Fernverschränkung blieb mehr als das 100-Fache ihrer Erzeugungszeit erhalten, und die gemischten GHZ-Zustände (mehrfach verschränkte Qubit-Zustände) erreichten Fidelities (Zustandstreue) von 93,1 % bei drei und 91,9 % bei vier Qubits. Die Arbeit ist ein Schritt hin zu modularen Quantencomputern, deren Knoten per Licht verbunden sind.
Quelle: arXiv: „Multipartite Mixed-Species Entanglement over a Quantum Network“ (Zahlen laut Quantum Zeitgeist zur veröffentlichten Fassung)
IonQ und Cambridge eröffnen Quantum Innovation Centre im Ray Dolby Centre
IonQ und die University of Cambridge haben das IonQ Quantum Innovation Centre im Ray Dolby Centre des Cavendish Laboratory eröffnet. Es beherbergt ein IonQ-Superion-System mit 256 Qubits und ein Entanglement-Distribution-Netzwerk auf dem Campus; zum Start laufen neun gemeinsame Forschungsprojekte zu Chemie, Materialien, Finanzen und Quantennetzwerken. Innovate UK stellt über drei Jahre Zugang zu Rechenzeit für das National Quantum Computing Centre bereit; finanzielle Konditionen wurden nicht genannt.
Quelle: IonQ-Pressemitteilung
QuEra leitet mit an drei Teams im 37-Millionen-Dollar-Quantenchemie-Programm von ARPA-E
QuEra zufolge sind seine Wissenschaftler Co-Principal-Investigators in drei der neun Teams von QC3 (Quantum Computing for Computational Chemistry), einem dreijährigen Programm mit 37 Millionen Dollar der ARPA-E (Advanced Research Projects Agency–Energy) im US-Energieministerium (Department of Energy). Geleitet werden die Projekte vom Lawrence Berkeley National Laboratory (Hochtemperatur-Supraleiter), vom Lawrence Livermore National Laboratory (leichte Magnete) und von Phasecraft (Simulation der Wasserstofferzeugung, gemeinsam mit Johnson Matthey und der Harvard University). QuEra steuert Zugang zu Neutral-Atom-Hardware und Algorithmus-Co-Design bei; das Programm zielt auf rund 100 logische Qubits.
Quelle: The Quantum Insider (QuEra-Pressemitteilung)
Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

